Eine Woche im Mobilhome in Renesse/Zeeland

Ein Geschenk von den Kindern anlässlich unserer Goldenen Hochzeit wartete auf die Realisierung. Im Juni 2018 war es soweit und der Countdown der Reise begann. Zunächst zum Kinderfest der Kita von Philipp nach Hessen und am nächsten Tag begann die Fahrt Richtung Belgien. Etwas belastend das Durchfahren der Region Köln, doch bald erreichten wir unsere erste geplante Rast im Outletcenter Maasmechelen. Zur Rast durchaus geeignet, aber zum Einkaufen eher nicht. Es hat seine besten Zeiten hinter sich. Es blieb leider keine Zeit für einen Stadtbummel.

Doch ein Gebäude fiel uns an der Straße auf: Es ist das 1914 errichtete  "Heilig-Hard-College", eine katholische Schule. Wie mir auf Anfrage bei der Gemeinde mitgeteilt wurde, orientierte sich der Architekt des Gebäudes am Rijksmuseum in Amsterdam. Ein sehr eindrucksvolles und wunderschönes Bauwerk.

Deshalb verließen wir Maasmechelen schnell, fuhren die gut ausgebauten Straßen Richtung Antwerpen, um von dort über die A12 und die  A58 nach Zeeland zu fahren. Bei Goes nahmen wir die N 256, fuhren über die Zeelandbrug nach Zierikzee. Die 5 km lange Brücke überquert die Oosterschelde und verbindet die Inseln Shouwen-Duiveland und Noord-Beveland. 

Unten einige Schnappschüsse von der Überfahrt der Brücke. 

Die Brücke hinterließ einen nachhaltigen Eindruck, wie es noch viele dieser imposanten technischen Meisterleistungen des Schut-zes der Küsten und des Landes vor dem Meer sowie der Verbindung der Inseln tun sollten.

Nach Passieren der Brücke hielten wir auf einem Parkplatz zu einer weiteren Rast, um den Blick über die Brückenanlage, aber auch die erste Begegnung mit dem Wasser der Nordsee zu genießen. Natürlich vertraten wir uns die Beine, ließen die Brücke und die Umgebung auf uns wirken, betrachteten die Quallen im Wasser und die wenigen Pflanzen, die zwischen den Steinen des Dammes einen Lebensraum gefunden haben. Nach der langen Fahrt genossen wir die Ruhe und erste Bekanntschaft mit der Nordsee. Auf der anderen Seite der Straße lud das Restaurant "Wendy's De Zeelandbrug" zu einen Imbiss ein.

Einen Besuch in Zierikzee behielten wir uns für später vor und nahmen die Straße N59 in den Norden von Zeeland. Ein sehens-wertes Gebäude mit zwei runden Türmen in Nähe der Straße in Zieriksee ließ uns halten. Später erfuhren wir, dass es sich um eines der drei Stadttore von Zierikzee handelt - der Nobelpoort.  

Im nächsten kleinen Dorf, Mariaanshoofd, sorgte eine attraktive Mühle für einen kurzen Foto-Stop. Die Getreidemühle hieß "De Zwaan", wobei es sich um eine "schwarze achteckige 1866 gegründete Mühle vom Typ Bodensegler" handelt (Wikipedia). 

Nach nur kurzer Fahrt erreichten wir ded Campingplatz Julianahoeve in Renesse, wo uns schon die Kinder erwarteten. Die Größe des Platzes überraschte uns, sodass ein "Lotse" uns das Suchen ersparte.

Das Mobilhome befand sich in einer "Siedlung" mit den sogenannten "Mobilhome"(Mobilheim) in unterschiedlicher Größe und Ausstattung. Ergänzt wird es durch Standplätze für Wohnwagen und Zelte. Ein 5*-Platz mit allen Einrichtungen, die man so benötigt. Auch Familien finden hier optimale Bedingungen für einen erlebnisreichen Urlaub.

Um dem Mobilhome befindet sich eine Freifläche zum Grillen mit Sitzplatz sowie ein Aufbewahrungsschuppen. Meist stehen auch zwei Fahrräder den Urlaubern zur Verfügung. Unser Platz lag recht günstig am Rand des Areals und nur ca. 1 km vom Strand entfernt. Zum Einkaufsmarkt, Gaststätte und Hallenbad waren es cá. 500 m.

Der Aufenthalt war angenehm, denn ein sehr sauberer Camping mit kurzen Wegen, vielfältiges Angebot nicht nur für Familien und man findet Ruhe, aber auch viele Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren oder mit dem Auto die Umgebung zu erkunden.

Das Einkaufen der Baguetts zum Frühstück hatte ich als Aufgabe übernommen. Danach spazierten wir am ersten Tag zum Strand. Verbunden mit dem Kennenlernen der Camping-Anlage, vorbei an einer Pferdekoppel ging es recht zügig Richtung Meer.

Das Wetter war sonnig, aber  durch den starken Wind etwas kühl. Die Strandbesucher waren zahlreich, doch durch die Größe des Strandes sah es eher unbelebt aus. Viele Radler, aber auch Wanderer, nutzten die zahlreichen  windgeschützten Wege hinter den Dünen. Sehr angenehm die Strandpavillons (Restaurants) an den Zugängen mit herrlichem Blick auf den Strand und das Meer.

Es lohnt sich ein Fernglas zum Beobachten der Robben auf den Seehundbänken, aber auch der Landschaft und Tierwelt.  

Das Kennenlernen von Zeeland gehörte mit zum Geschenk. Das sich verschlechternde Wetter  bot sich für einen Ausflug in das historisch sehenswerte Städchen Zierikzee an. Eine schmucke Stadt mit vielen interessanten alten Gebäuden sowie regem Treiben in den Straßen und auf den Plätzen lassen die Zeit schnell vergehen . 

Ein Spaziergang rund um den Museumshafen ist sehr zu empfehlen, denn dort sind nicht nur Segelschiffe zu sehen, sondern in den Straßen neben dem Wasserarm gibt es viele interessante historische Häuser zu entdecken. Viele der Häuser mit dekorativen Wappen und anderen künstlerischen Darstel-lungen verziert.

Auch die Bauweise der Gebäude beeindruckt und lässt erahnen, dass durch Handel und Gewerbe in der Vergangenheit die Bewohner gut verdienten. 

Und wer es gemütlich mag, kann die Rundfahrt mit der Pferdekut-sche buchen. Ein Ausflug mit dem PKW oder dem Fahrrad in die Stadt sollte in dem Reiseprogramm nicht fehlen.

Unser Sohn mahnte bald zur Weiterfahrt nach Goes, um diese Stadt zu besichtigen. Ein Parkplatz nähe des Stadthafens hatte er bald gefunden und der Rundgang begann zunächst am Hafen. Trotz Bautätigkeit an einzelnen Stellen machte der Hafen und die umliegenden Straßen mit den eindrucksvollen Bauten einen sauberen Eindruck. Wir wendeten uns danach Richtung Stadt, um die Sehenswürdigkeiten zu erkunden.

Die Kirche fande wieder unser Interesse. Nicht nur kurz innehalten und Ruhe suchen kann man hier, sondern sie bietet viele archi-tektonische und historische Ansichten. Nachdem schon in Zierkzee Markt war, konnten wir auch in Goes das Angebot der Markt-stände  in Augenschein nehmen.

Danach ein Spaziergang durch die umliegenden Straßen und Gassen und  schnell  ein kurzer Blick in einen "Käseladen". Der dabei aufkommende Appetit und Hunger wurde im "Lunchcafé Stadthuis" mit einem kleinen Imbiss gestillt. Danach liefen wir zum Treff-punkt am Stadthafen zurück.

Einen Gang durch eine der schmalsten Gassen, die wir je gesehen haben, musste noch sein. An der schmalste Stelle wurde es für unsere doch eigentlich normale Körperbreite kritisch. Wehe dem, der hier eine Überbreite mitbringt.

Auf der Rückfahrt, die über das Oosterschelde-Sperrwerk führte, regnete es noch etwas.  

Nach dem Abendbrot lockerte es noch auf und blauer Him-mel ließ mich auf das Fahrrad steigen. Mein Weg führte mich auf dem Radweg hinter der Düne entlang.

Unverhofft, in Nähe einer komfortablen Wohngegend, sah ich auf einmal das Wassserschloss Moermond von Renesse vor mir.  Erbaut im 16. Jahrhundert und mit interessanten Anlagen ist es sehenswert. Heute gehört es zu einem Ho-tel.

Am Wochenende fand, wie man noch sehen konnte, eine Hochzeit statt. Umgeben mit einem Wassergraben und viel Bäumen und Büschen liegt es versteckt im Naturschutz-gebiet. Sehr gut gefiel mir die Brücke und die verschiedenen Türmchen um das Schloss. 

Die Rückfahrt führte duch Wald und Feuchtgebiete in das Zentrum von Renesse. Der Ort bietet angenehme Rastmöglichkeiten und Gelegenheit zum Einkaufsbummel. Ein schöner Tag ging für uns zu Ende.Er endete sogar mit blauem Himmel und Abendsonne.

Meine Aufgabe in der Früh' - Baguettes im Supermarkt einkaufen. Meist per Pedes, seltener auch mit Fahrrad. Gleich am 2. Tag sah ich, wie ein altes Mobilhome durch ein Modernes ersetzt wurde. Es war interessant den Austausch zu beobachten, wie auch die in-dividuell gestalteten "Gärten" um die Häuser. Diese herrliche Rose musste ich einfach fotografieren.

Am Nachmittag gingen wir zum Strand, vorbei an einer Koppel, wo es sich ein Pferd an einem Tümpel bequem gemacht hatte. Eine Taube blieb trotz vieler Wanderer neben dem Weg auf dem Busch ungerührt sitzen.

Das Meer hatte sich wegen Ebbe zurückgezogen und einen sehr breiten Strand hinterlassen. Es stand unserer Strandwanderung nichts entgegen. Wir wählten die linke Richtung, die Sonne im Rücken.  

Das tolle Wetter und die wechselnden Ansichten ließen den Weg kurz erscheinen. Nach etwa 4 km hieß es den Rückweg antreten. Eine Rast in einem Strandrestaurant musste noch sein.

Zwei Reiterinnen nutzten die endende Ebbe für einen Ausritt am Meer. Als wir wieder den Weg zum Campingplatz gingen, sahen wir plötzlich im hohen Gras einen Fasan. Lange beobachteten wir ihn und einen weiteren Vogel, der sich im hohen Gras Futter suchte.

Abends war Grillen angesagt. Als Zaungäste, die völlig ohne Scheu und unangemeldet als größere Gruppe erschienen, kamen die Möwen.  

Der nächste Tag kam wieder trüb und kalt daher, nur ge-eignet für eine "Überlandfahrt". Die Rentner wurden zu ei-ner Tour nach Middelburg eingeladen. 

Zunächst fuhr unser Chauffeur die N57 zum Pijlerdam, der lei-der durch den grauen Tag nicht zum Halten einlud.

Deshalb wurde als nächstes Ziel die "Kaasboerderij Schellach", eine Käserei sowie ein Schau- und Öko-Bauernhof, ausge-wählt. Für den kleinen Philipp ein Aufenthalt, wo es viel zu entdecken und zu Bestaunen gab. 

Viele Besucher kamen mit dem Fahrrad und im Rucksack verschwand manch Produkt aus dem gut sortierten Laden.

Opa Hofhund begrüßte uns ganz gemächlichen Schrittes und bewachte das von Philipp abgestellte hauseigene Bobbycar.

Wir schlenderten durch die Ställe, betrachteten die verschiedenen Tiere, genossen die Aufmerksamkeit der attraktiven Hähne, die ihre Hühner bewachten, streichelten die Kühe und Kälbchen im Stall und Philipp freundete sich mit den Hasen und Meerschwein-chen an. Anschließend, ein Imbiss gehört auch zum Laden, wurde ausreichend Käse für den Verzehr, aber mehr als Geschenk für die zu Hause gebliebenen gekauft. Überraschend schnell verging die Zeit. 

Wir parkten in Nähe des Denkmals von Königin Emma, sahen gleich den "Langen Jan", einen achteckigen 90 m hohen Turm, der  inmitten dreier Kirchen im Zentrum der Stadt steht. Darunter ist auch die Abtei, in der sich auch das Museum befindet. 

Wir wendeten uns jedoch zunächst einer großen Kuppel zu, gingen zur achteckigen protestantischen Kuppelkirche aus dem 17. Jh. Die schmalen Straßen beeindrucken mit ihren schmucken Häusern, auch die Kirche lädt ein um innezuhalten. 

Vorbei an einem doch recht kuriosen Zugang in ein Kelleratelier, dass zum Betreten einiges Geschick erfordert, erreichten wir bald das Zentrum. Und wieder kamen wir zum Markttag mit geschäftigen Treiben.

Das Wetter wurde immer schlechter und kälter. Wir besichtigten die Abtei und Kichen am "Langen Jan". In einer hatte man kleines Café eingerichtet, was heute gut tat. Danach spazierten wir durch die Straßen, hin zur Grachten-Anlegestelle am Restaurant Klove-niersdoelen, einem markanten Gebäude, sahen die Universität und liefen durch die belebten Straßen zurück zum Markt.

Einen leckeren Backfisch vom Marktstand mussten wir noch essen und danach spazierten wir vorbei an den Marktständen zum Rathaus. Und schon war es Zeit zum Treffpunkt Parkplatz zu gehen.

Zu der Kälte begann es nun auch noch zu regnen. Über Westkapelle, vorbei am Leuchtturm 't Hoge Licht, der im 15. Jh. als Kirch-turm errichtet und später mit einem Licht versehen wurde. Der Turm ist 52 m hoch und bei gutem Wetter soll man eine gute Aus-sicht vom Plateau genießen. Am Deich befindet sich ein weiterer kleiner Leuchtturm.

Vorbei an den Leuchttürmen  ging es Richtung Renesse. Am Autostrand störte die Surfer das windige Schietwetter nicht und sie gingen mit Elan ihren Freizeitvergnügen nach. Doch ich verschwand nach paar Fotos nass vom Regen wieder schnell im Auto.

Der nächste Tag brachte besseres Wetter und wir beschlossen, dem Rad- und Wanderweg hinter den Dünen Richtung Renesse zu folgen. Vorbei an Pferden auf der Koppel, alle ein wenig nach-denklich aussehend, wanderten wir durch das Naturschutzge-biet. Viele Büsche, blühende Pflanze und ab und zu auch majes-tätische Kiefern.  

Bald erreichten wir den Aufgang zum Strand und Restaurant. Erfreulich ein Aussichtspunkt auf dem Damm, wo man mit und ohne Fernglas  Robbenkolonien auf den durch die Ebbe sichtbaren Sandbänken sich zum Sonnen eingefunden haben.

Das Wetter stabilisierte sich, die Sonne schien und immer mehr Urlauber kamen zum Strand. Die Seehundbänke waren besetzt (Leider weit entfernt und Zoom doch recht unscharf), aber auch die Hunde, die sich als Seehunde fühlten, tollten im Meer. Nach kurzem Durst löschen im Strandrestaurant gind es zum Stadtzentrum.

Vorbei am Denkmal  "verwehte-spuren", zum Gedenken an die "Zehn von Renesse", Widerstandskämpfer, die hier am 10.12.1944 von deutschen Soldaten erhängt wurden.

Durch das rege Treiben zur Mittagszeit im Zentrum von Renesse liefen wir weiter zum Campingplatz.

Dort wurden wir schon erwartet, denn eine Fahrt nach Burghhamsteede zur  Pannekoekenmolen  "De Graanhalm", eine Ausflugs-gaststätte war geplant.

Bald erreichten wir die Mühle, die schon von weitem attraktiv sich zeigte. Es empfing uns ein besonderes Kunstwerk, wahr-scheinlich dem Land der Radfahrer gewidmet.

Der gesamte Komplex sehr sauber, mit Sielplatz, einen großen Außenbereich, wo man  gemütlich sitzen konnte.

Doch auch der Innenbereich schön gestaltet und mit einer Schauküche. Hier konnte man beobachten, wie der Koch die schmackhaften Pannekoeken zubereitet.

Das Restaurant war gut besucht und wir ließen es uns auch gut schmecken. 

Den Abschluss bildeten ein Aufenhalt am Deich und die Beob-achtung des Sonnenunterganges. Ein schöner Tag ging zu Ende, aber auch mit der Hoffnung, dass nun das Schmuddelwetter zu Ende ist. Ein sehr empfehlenswerterAusflug mit leckeren Pannekoeken und mehr in angenehmer Umgebung. 

 

Der nächste Tag begann trüb. Trotzdem hielten wir an unserer geplanten Tour  über den Brouwersdam zunächst nach Ouddorp und dann über diese Insel fest. Ein erster Stopp führte uns nach rechts zu Center Parcs, einem Campingplatz am Grevelingenmeer. Sur-fer bestimmten das Wasser.

An einem Grillplatz entdeckten wir eine Wiese mit herrlichen Orchideen. Ich meine, dass es sich dabei um das breitblättrige Kna-benkraut handelte. Das Naturschutzgebiet bietet Gelegenheit zum kennenlernen einer vielfältigen Pflanzenwelt. Ein wunderschö-ner Anblick verbunden mit der Landschaft des Meeres.

Wir sahen uns noch den Campingplatz an, aber nichts be-eindruckendes und deshalb fuhren wir zurück. Als nächstes Ziel fuhren wir zum Leuchtturm Ouddorp - "Westhoofd". Es ist ein 56 m hoher Backsteinbau und dominiert die Küs-tenlandschaft um Ouddorp.

Je näher man kommt, um so kolossaler wirkt der Bau. Ein Weg führt duch eine wunderschöne Dünenlandschaft mit üppigen Pflanzenwachstum hin zu dem weißen Strand. 

Nur wenige wandern hier. Viele Besucher, angelockt vom Leucht-turm, halten nur kurz am Parkplatz, fotografieren und fahren weiter. Schade, denn sie verpassen, was die Natur zu bieten hat. 

Besser haben es die Radfahrer, die sich doch oft die Zeit nehmen, um sich umzusehen, die Überraschungen des Naturschutzgebie-tes zu bemerken. Im Juni war die Blütenvielfalt doch recht groß und man konnte auch interessante Tiere beobachten. 

Wir verbrachten eine Stunde "rund" um den Turm, spazierten am Strand und genossen die Ruhe und das Meer.

Mitgroßem Zoom gelang es mir sogar, einen Blick zum Industriegebiet am Hafen von Rotterdam auf dem Foto festzuhalten. Auf dem Rückweg entdeckten wir auf einer Wiese in Nähe de Parkplatzes diesen Kiebitz. Der erste Kiebitz, den ich in freier Natur sehe. 

Danach fuhren wir weiter in das Zentrum von Ouddorp. An einem Kiosk aßen wir zunächst eine leckere Portion Kibbeling.

Als wir uns dem Zentrum näherten, empfing uns wieder ein reges Markttreiben. In den Straßen waren die Restaurants gut besucht, da sich auch immer mehr die Sonne durch die Wolken kämpfte. Anschließend fuhren wir Richtung Süden nach Herkingen. 

Herkingen, ein kleiner Ort, ist unspektakulär. Doch der Jachthafen ist sehenswert und man kann sich hier gut aufhalten. Die hier befindliche Brassserie ist eine gute Gelegenheit zur Rast. Trotz des aufkommenden Windes, der die Takelage der Segelboote zum "Singen" brachte, fanden wir einen geschützen Platz ud beobachteten das Ein- und Auslaufen der Boote.

Eigentlich wollte wir über den Rijksweg,N59, und Zierikzee zurück nach Renesse fahren, aber leider war die Durchfahrt an diesem Tag gesperrt. So mussten wir wieder über die N57 und Ouddorp den Rückweg antreten. Hinter Herkingen in den Auen konnte man viele verschiedene Wasservögel beobachten. Ein lohnenswerter Ausflug ging dem Ende entgegen.

Man staunt, wie schnell eine Woche vergehen kann. Der Tag der Abreise kam viel zu schnell.

Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns und nahmen den Weg zu der bekannten historischen Stadt Veere. Das Wetter leider wieder stark bewölkt und windig.

Wir parkten in Nähe des Hafens und liefen dann Richtung der großen Kirche, Groote Keerk. Nach einer Besichtigung spazierten wir durch die Stadt, durch schöne historsche Gassen mit interessant gestalteten Häusern.

Weiter dann Richtung Rathaus und zum Anleger mit "De Campveerse Toren" am Veerse Meer. Seit dem  15. Jh. eine Stadtherberge und heute ein Romantik-Hotel. Eine imposantes historisches Gebäude dierekt am Meer.

Eine sehr schöne und sehenswerte Stadt, die man besucht haben sollte. Wir hatten nicht nur wegen der Parkuhr nur 3 Stunden Zeit. Doch wir haben hier in Veere, aber auch in der zurück liegenden Woche in Zeeland viel gesehen, was uns lange in angenehmer Erinnerung bleiben wird. Für Radfahrer ist die niederländische nordseeküste nahezu ein "Muss", denn viele Radwege, kaum Steigungen, doch viel Landschaft und weit zu sehen. 

Zurück liefen wir über die Brücke, eine Möwe verabschiedete uns und unsere Fahrt führte uns in Richtung Aachen und das Ahrtal. Ein Reisebericht dazu finden Sie auch auf dieser Seite.